Die neue Feuerwache im Ortskern von Wengern ist nahezu fertiggestellt. Lange Zeit war der Standort umstritten, doch inzwischen laufen die letzten Arbeiten im Gebäude. Der Einzug der Feuerwehr ist für Anfang April geplant.
In allen drei Etagen wird derzeit noch gearbeitet. Handwerker montieren Regale, installieren Technik und bauen die letzten Einrichtungen ein. Laut Projektleiterin Heike Voß vom städtischen Hochbau zieht die Feuerwehr bereits schrittweise ein.
Die Wagenhalle bildet das zentrale Element des Neubaus. Künftig können dort drei Einsatzfahrzeuge nebeneinander stehen. Zusätzlich gibt es ausreichend Bewegungsfläche zwischen den Stellplätzen, was in der alten Halle deutlich eingeschränkter war.
Über eine Galerie im hinteren Bereich ist ein Lagergeschoss erreichbar. Ein an der Decke montierter Kran soll dabei helfen, schwere Ausrüstung in die Lagerräume zu transportieren. Während der Bauphase fanden in einem der Räume regelmäßig Baubesprechungen statt.
Auch im Aufenthalts- und Bereitschaftsbereich laufen noch Arbeiten. Möbel werden aufgebaut und eine Küche installiert. Ziel ist es, den freiwilligen Einsatzkräften ein modernes und angenehmes Umfeld zu bieten. In Deutschland gibt es rund 40.000 hauptberufliche Feuerwehrleute, aber etwa eine Million freiwillige Kräfte. Daher sei es wichtig, gute Bedingungen für Ehrenamtliche zu schaffen.
Die Gestaltung des Gebäudes wurde mit Unterstützung externer Fachleute geplant, um Abläufe zu verbessern und funktionale Räume zu schaffen. Im Einsatzfall gelangen die Kräfte über den Eingang an der Elbsche ins Gebäude. Dort befinden sich getrennte Umkleiden für Männer und Frauen. Ein zentraler Schalter aktiviert Klimaanlage und Heizung, sodass nach Einsätzen schnell angenehme Bedingungen für Nachbesprechungen entstehen.
Im oberen Stockwerk richtet derzeit die städtische IT den Leitstand ein. Telefone, Monitore und weitere Technik sorgen für die Verbindung zur Kreisleitstelle und zu den Einsatzkräften. Unter dem Dach ist außerdem bereits die Steuerung der neuen Sirene installiert.
Während der Bauphase war die Feuerwehr vorübergehend bei der Firma Bleistahl in Wengern untergebracht. Laut Projektleitung überwiegt bei den Einsatzkräften inzwischen die Vorfreude auf den Umzug.
Die Baukosten belaufen sich aktuell auf rund 3,8 Millionen Euro. Anfangs gab es Probleme bei den Fundamentarbeiten, zuletzt konnte der Bauzeitenplan jedoch eingehalten werden.
Vor den Fahrzeugtoren werden noch Erdarbeiten durchgeführt. Die Fläche soll zunächst eben gestaltet werden, damit Feuerwehrfahrzeuge leichter Löschwasser aufnehmen können. Danach steigt die Zufahrt leicht an. Befürchtungen von Anwohnern, dass Fahrzeuge dort aufsetzen könnten, sieht die Stadt jedoch nicht bestätigt.
Auch ein mögliches Hochwasserrisiko durch die nahegelegene Elbsche wird als gering eingeschätzt. Das Gebäude ist durch wasserdichten Beton und ein Entwässerungssystem geschützt. Bürgermeister Hans-Günter Draht überzeugte sich bei einem Pressetermin selbst vom Baufortschritt.
Ein Termin für einen Tag der offenen Tür steht noch nicht fest. Die Wache ist jedoch bereits barrierefrei zugänglich und soll künftig auch für Veranstaltungen genutzt werden. Schon bei der Grundsteinlegung und beim Richtfest war das Interesse im Ort groß.
Der Förderverein der Feuerwehr unterstützt das Projekt ebenfalls und finanziert unter anderem die Theke im Bereitschaftsraum. Damit trägt nicht nur die Stadt dazu bei, den Einsatzkräften ein modernes Zuhause zu schaffen.
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